Ein Bild entsteht

 
Ich möchte gerne zeigen, auf welche Art und Weise ein Keilrahmenbild entsteht. Dazu nehme ich einen fertig bespannten und vorgrundierten Keilrahmen, Maße 30x40cm.

Zunächst zeichne ich mit einem harten Bleistift die Konturen für das Reliefmuster leicht vor.



Dann modelliere ich das Relief in "Würstchentechnik" mit selbsthärtender Modelliermasse auf die Leinwand und drücke sie dabei gut an, um ein späteres Abbröckeln zu vermeiden. Anschließend werden die Konturen mit einem nassen Modellierholz glatt gestrichen.

Nach dem Trocknen klebe ich ein beliebiges Bild, welches für die Scrapbooking-Technik verwendet wird, mit Holzleim auf die freie Fläche. Etwa in der Mitte trage ich einen Streifen mit einer guten Menge Füllspachtel auf und streiche mit einer kleinen Spachtel in Schlangenlinien darüber. An der Ecke rechts unten trage ich ebenso Spachtelmasse auf und drücke mit einem Holzstäbchen Rillen hinein. Man kann auch Strukturpaste verwenden. Das Ganze muss wieder bis zum nächsten Tag trocknen.

Dann wird alles mit beiger Acrylfarbe (Bastelfarbe) oder Abtönfarbe zweimal grundiert. Das aufgeklebte Bild wird natürlich frei gelassen. Ich benutze dazu einen Pinsel aus Naturborsten, damit kann ich die Farbe gut in die Poren "einmassieren". Um einen Schatten zu erzeugen, male ich mit dunkelgrauem Aquarellbuntstift einen Rand um das aufgeklebte Bild und löse die Farbe mit etwas Wasser an.  

Mit einem feuchten Naturschwamm nehme ich wenig goldene Acrylfarbe auf, verreibe diese auf einem Stück Karton und stupfe dann vorsichtig mit leichtem Druck über das Relief. Den Streifen in der Mitte und die Ecke schwämmle ich in dunkelgrün, passend zu den Farben in dem aufgeklebten Bild. Über die grüne Ecke streiche ich noch ein bisschen Goldfarbe.
Zum Schluss besprühe ich das fertige Bild mit Seidenmattlack und befestige einen Aufhänger an der Rückseite.